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Nina plaudert aus dem Nähkästchen

Unsere Jourvie-Psychologin packt aus.

Hallo ihr Lieben!

Ich habe heute die Ehre euch unser Team-Mitglied Nina vorzustellen bzw. ihr kennt Nina ja schon aus ein paar unserer Insta-Posts ABER wir dachten, da sie ja Psychologin ist könnte dies besonders interessant für euch sein, denn sie versteht genau was in unseren Köpfen abgeht. Ein bisschen unheimlich oder? Aber gleichzeitig auch ziemlich cool! Wie es überhaupt dazu kam, dass sie Psychologin wurde und was sie an dem Thema Essstörung bewegt, erfahrt ihr heute in diesem wundervollen Post bei dem Nina ein wenig aus dem Nähkästchen plaudert...

Hallo ihr Lieben,

Ich bin Nina, 28 Jahre alt und seit kurzem bei Jourvie angestellt.

Dass ich heute hier sitze und in einem so tollen Team in einem, wie ich finde, so wichtigen Bereich arbeiten kann, hätte ich zu Beginn meines Ausbildungsweges nicht gedacht! Ich habe vor mittlerweile fast zehn Jahren in Berlin mein Abi gemacht und war in erster Linie ratlos – es gab einfach zu viele Möglichkeiten, zu viele interessante Studiengänge und Ausbildungen! Was sollte ich bloß machen?

Schlussendlich habe ich mich dann entschlossen Psychologie zu studieren, weil „ich irgendwas mit Menschen“ machen wollte... ich weiß, dass hört sich ziemlich platt an und rückblickend hatte ich damals auch noch überhaupt keine Vorstellung davon, was es bedeutet Psychologin oder besser Psychotherapeutin sein zu wollen. Ich wollte einfach erst einmal nur anfangen, von zu Hause ausziehen und einen neuen Lebensabschnitt einläuten.

So bin ich dann also nach Hamburg gezogen. Was für eine Stadt! Ich hatte damals großes Glück direkt einen Studienplatz in der Hansestadt zu bekommen. Leider wird es heute immer schwerer Psychologiestudium zugelassen zu werden, da die geforderter Notendurchschnitte stetig sinken. Allerdings bieten immer mehr private Hochschulen Psychologiestudiengänge an, es lohnt sich also sich gut zu informieren und nicht direkt aufzugeben, wenn man keinen 1er-Durchschnitt hat!

Wo war ich stehen geblieben – ah genau, bei meinem Umzug nach Hamburg. Da war ich nun also in einer fremden Stadt und sollte anfangen zu studieren. Das hat mir anfänglich ganz schön Angst gemacht! Aber hey - man fängt nie allein an! Mit mir zusammen haben damals sicher 150 andere Abiturienten und Abiturientinnen das erste mal in ihrem Leben die Studienbank gedrückt...da habe ich mich schon viel weniger allein und verloren gefühlt!

Ja und dann ging es also los. Ich besuchte Vorlesungen, Seminare und Tutorien und fing an zu verstehen, dass die Psychologie viele unterschiedliche Gesichter hat. Die meisten Menschen denken bei dem Begriff Psychologie oder Psychologin am ehesten an Psychotherapie, also an die Behandlung von psychischen Störungen. Das ist aber nur einer von vielen Bereichen, in denen man als studierte Psychologin tätig werden kann.

Da gibt es zum Beispiel die sogenannte Sozialpsychologie. Hier beschäftigt man sich beispielsweise mit gesellschaftlichen Phänomenen wie Stereotypen, Vorurteilen, Gruppenbildungen und vielem mehr. Die Neuropsychologie dagegen fokussiert sich darauf zu verstehen, wie sich physiologische Veränderungen zum Beispiel eine Verletzung bestimmter Hirnareale nach einem Schlaganfall, auf psychologische Mechanismen, wie die Sprache, auswirken.

In der Entwicklungspsychologie wird erforscht, wie sich der Mensch, vom Säugling hin zum Erwachsenen entwickelt, welche Stadien durchlaufen werden und welche Fähigkeiten sich zu welchem Zeitpunkt entwickeln und warum. Ab wann kann ein Kind zum Beispiel einen „Perspektivwechsel“ vollziehen, sich also in einen anderen hineinversetzen und überlegen, wie derjenige in einem bestimmten Moment denkt?

Dann gibt es natürlich noch die sogenannte differentielle Psychologie. Hier behandelt man verschiedene Konzepte von Persönlichkeit: wie lässt sich Persönlichkeit definieren, welche Arten von Persönlichkeitsstilen oder –typen gibt es? Ihr kennt das sicher, der eine ist besonders aufgeschlossen, kann leicht auf andere zugehen, umgibt sich gern mit vielen Menschen und scheut sich nicht auch mal im Mittelpunkt zu stehen. Andere wiederum sind eher zurückhaltend, fühlen sich unter Unbekannten unwohl, sprechen ungern vor großen Gruppen und scheuen das Rampenlicht. Die differentielle Psychologie versucht Häufungen bestimmter Eigenschaften die Menschen zeigen zu benennen und zu untersuchen.

Ich wiederum konnte mich ziemlich schnell am meisten für die klinische Psychologie und Psychotherapie begeistern. Nachdem ich mein erstes Praktikum in einer Psychiatrie absolviert hatte, war mir klar, dass ich Menschen auf dem Weg der Besserung beistehen und ihnen dabei helfen möchte diese schwere Zeit durchzustehen.

Also habe ich nach meine Bachelor in Psychologie auch noch einen Maser gemacht. Anschließend bin ich zurück nach Berlin gezogen und habe hier meine Ausbildung zur psychologischen Psychotherapeutin – ja ich bekomme auch jedes Mal eine Koten in der Zunge – begonnen. In Deutschland darf man nämlich nur Patienten und Patientinnen behandeln, wenn man eine sogenannte „Approbation“ hat. Diese erlangt man aber nicht mit dem Abschluss des Studiums, sondern erst nach einer Fachausbildung. Das kann man sich ein bisschen so vorstellen wie bei den Ärzten, die studieren auch erst Medizin und machen dann ihren Facharzt...

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Wow, was ein toller Artikel oder? Nicht vergessen, dass wir uns auch immer gerne über EURE persönlichen Geschichten und Blogartikel freuen. Schreibt uns einfach unter maida.hernandez@jourvie.com und vergesst nicht uns auf Facebook und Instagram zu followen!

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