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Lady Bird

Eine kleine aber feine Rezension

Hallo ihr Lieben!

Hier mal wieder eure Sarah :). Wart ihr in letzter Zeit mal im Kino? Wir waren gestern mit dem Jourvie-Team in Lady Bird. Habt ihr schon von diesem tollen Film gehört? Er wurde als der neue JUNO-Film gefeiert.

Was, den habt ihr auch nicht gesehen? Na dann geht mal schnell online oder zum nächsten DVD-Verleih (Macht man das noch? Habe ihn leider nicht auf Netflix gefunden...) und schaut euch Juno an! Das ist auf jeden Fall einer meiner Lieblingsfilme.

ACHTUNG, wer so GAR NICHTS über den Film wissen will, sollte sich an dieser Stelle von mir nicht spoilern lassen! Aber keine Angst, es ist eine Rezension und keine Zusammenfassung ;).

Unten findet ihr den Trailer zu Lady Bird, aber lest euch ruhig erstmal meine Rezension durch. Findet ihr nicht auch, dass Trailer immer so viel vom Film wegnehmen?

Wovon handelt Lady Bird? Lady Bird ist das, was man im Filmfachjargon eine „Coming-of-age Story“ nennt. Aber es ist keinesfalls eine typische „Coming-of-age Story“! Und genau DAS hat mir so gut an ihm gefallen.

Der Film handelt von der 17-jährigen Christine McPherson, die irgendwann im Laufe ihres Lebens beschlossen hat, dass Christine ein viel zu gewöhnlicher Name für sie ist und sich Lady Bird nennt und auch bitte von allen so genannt werden soll.

Am Anfang der Geschichte zieht sie in die konservative Kleinstadt Sacramento, was sie natürlich als viel zu langweilig empfindet. Außerdem spielt im Schultheater mit, streitet sich mit ihrem Bruder, verliebt sich in einen Typen, lässt sich das Herz brechen, träumt von der weiten Welt und tollen Unis, lernt aber nicht genug und schreibt somit auch keine besonders tollen Noten, zankt sich immer wieder mit ihrer Mutter, wird von der Schule suspendiert, verliebt sich ein zweites Mal, wünscht sich einen Modelkörper, bekommt so richtig ihr Herz gebrochen und bewirbt sich irgendwann für Unis. Klingt eigentlich nach Alltag oder?

Der Film ist nicht, wie andere Teenie Filme, gefüllt von ständigem Action und Drama bzw., an dieser Stelle möchte ich mich korrigieren, klar wird es zwischenzeitlich dramatisch, denn es handelt sich hier schließlich um das teenagerleben einer kleinen Rebellin, aber es ist normales Drama. Drama, das man aus dem eigenen Leben irgendwie kennt.

Vielleicht übertreibe ich hier an der Stelle ein wenig, denn in einer Szene schmeißt sich die impulsive Lady Bird aus dem fahrenden Auto ihrer Mutter. Die Folge ist ein gebrochener Arm, der sie den Film hindurch begleitet.

Doch vielleicht kennt ihr das Gefühl ja? Ich war auf jeden Fall schon in genügend Streitereien mit meiner Mutter in denen ich vielleicht nicht ernsthaft in Erwägung gezogen habe, mich aus dem Auto zu schmeißen hätte, aber in denen ich zumindest kurz daran gedacht habe und auf jeden Fall am liebsten ganz woanders gewesen wäre.

Die Situation aus meinem Leben, die den Streitereien von Lady Bird und ihrer Mutter wohl am nächsten kommt ist, als ich für meine zu Besuch kommenden Großeltern einen Kuchen backen sollte und irgendwie dachte, dass 1500 Gramm Butter in den Teig sollten statt 150 Gramm. Erst als ich schon die 3. Butter in den Teig gerührt hatte, fiel meiner Mutter auf, was ich da tat.

Sie, die sowieso schon etwas gestresst war, weil ihre Schwiegereltern zu Besuch kamen, wurde unverhältnismäßig sauer und schrie mich an, wie ich denn bitte auf die Idee kommen würde, dass 1,5 Kilo Butter in einen Kuchen kämen und dass ich nun alles versaut hätte und wir nun keinen Kuchen hätten.

Ich war natürlich tief gekränkt, denn schließlich tat ich ihr ja einen Gefallen und schrie beleidigt zurück. Wir hielten einen kleinen Schrei-Wettbewerb ab, bis ich es nicht mehr aushielt und vor Wut die volle und offene Tüte mit Mehl einmal durch die Küche schwenkte.

ALLES, der Boden, der gedeckte Tisch, die Ablagen und natürlich auch meine Mutter waren voller Mehl. Und ratet mal was als nächstes passierte? Ding-dong, es klingelte. Meine Großeltern waren angekommen.

Ich kann mich noch gut dran erinnern, wie meine Mutter mir mit zugekniffenen Augen zuraunte: „Wenn ich umgezogen bin, sieht die Küche wieder picobello aus!“ Das ist doch eigentlich mal eine filmreife Szene oder? Sowas ähnliches ist Lady Bird und ihrer Mutter bestimmt auch schon mal passiert :D.

Was die Drehbuchautorin und Regisseurin Greta Gerwig wirklich unglaublich gut hinbekommen hat, ist einen in die Jahre der Mittel/ Oberstufe zu versetzen. Man erinnert sich gut an die Streitereien mit den Eltern, der Struggle ums „Cool sein“ und das erste Mal verknallt (oder gar verliebt?) zu sein.

Als der Film vorbei war, saßen wir stumm in unseren sitzen. Jede von uns war vertieft in ihren Gedanken und Erinnerungen. Als schon große Teile des Abspanns gelaufen waren, sagte eine von uns plötzlich: „Ich glaube ich rufe gleich mal meine Eltern an“. Wir lachten alle los, denn auch wir verspürten dieses Bedürfnis.

Fazit: Falls ihr es noch nicht rausgehört habt, GEHT EUCH DEN FILM ANSCHAUEN! Und schreibt uns gerne, was ihr von ihm haltet oder von lustigen Streitereien und Situationen die ihr mit euren Eltern hattet. Ich bin mir sicher, dass wir da alle unsere Storys haben! Gerne könnt ihr das Ganze auch in einen Blogbeitrag verpacken!

Und hier nun der Trailer:

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Hab euch lieb <3

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