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Körperbild in den Medien vs. Körperbild im echten Leben

Wie brainwashed sind wir eigentlich?

Hallo meine Lieben!

Nach unseren 2 tollen Gastbeiträgen in den letzten 2 Wochen bin ich nun mal wieder an der Reihe :) hier eure Sarah und ich bringe euch diese Woche einen Beitrag über die bösen Medien und unser Körperbild! Viel Spaß damit! Und hier natürlich mal wieder der Aufruf, wenn ihr wie „Claire“ in der letzten Woche auch mal einen tollen Gastbeitrag für uns verfassen wollt, schreibt mir einfach unter sarah.m@jourvie.com <3

Die Gesellschaft formt uns auf ganz verschiedene Arten und Weisen. Oft merken wir gar nicht, wie sehr unsere Gedanken von außen gesteuert und kontrolliert werden und wie wir quasi nur einem bestimmten Denkmuster folgen. Von Umgang mit unseren Mitmenschen, zu unserer persönlichen Entwicklung bis hin zum ständigen Vergleich mit anderen Menschen.

Wir sind soziale Wesen. Genetisch gesehen, brauchen wir einander um als Menschheit zu überleben. Diese primäre Verbindung macht unsere physiologischen wie psychologischen Kontakte zu etwas sehr bedeutsamen, somit ist es auch nicht überraschend, dass uns wichtig ist, wie die Gesellschaft uns sieht.

Uns ist dabei besonders wichtig, wie die Gesellschaft unseren Körper sieht, ich spreche vom Körperbild. Was bedeutet das also genau?

Das Körperbild ist beides - intern (persönlich) wie extern (Gesellschaft)

Dies beinhält:

  • wie wir unseren Körper sehen
  • wie wir uns in unserer Haut wohl oder unwohl fühlen
  • wie wir über unseren Körper denken und reden
  • wie wir meinen, andere unseren Körper sehen

Wie die Gesellschaft uns sieht war möglicherweise noch nie so wichtig und wurde uns noch nie so sehr von der Gesellschaft widergespiegelt, wie heute.

Die Medien sind dabei zu einer bedrohenden Platform geworden, die uns tagtäglich vorschreibt, wie wir auszusehen haben. Oft übernehmen wir diese Sichtweise automatisch, ohne groß darüber nachzudenken oder sie zu hinterfragen.

Umso öfter wir Bilder von anderen, perfekten Menschen sehen, umso eher verspüren wir den Drang dazu dieses idealistische Aussehen annehmen zu wollen und werden umso öfter enttäuscht, wenn wir merken, dass wir dem „Idealbild“ nicht entsprechen.

Es ist ein Teufelskreis, ein Strudel in den wir uns immer wieder begeben.

Wir spüren den forschenden Blick der Gesellschaft und mit einem solchen Blick im Nacken, kann es schnell passieren, dass man sich in negativen Gedanken verliert und ein negatives Körperbild entwickelt.

Umso unglücklicher wir werden, weil unser Körper nicht dem perfekten Zeitschriften-Body gleicht, den wir gerade auf dem Cover der „Freundin“ gesehen haben, umso negativer wird unser Körperbild und umso höher das Risiko, dass wir das Gefühl entwickeln unser Gewicht und unseren Körper komplett kontrollieren zu wollen. Damit meine ich…

  • extreme Diäten
  • extreme Sporteinheiten
  • Essstörungen
  • extreme und unnötige chirurgische Eingriffe
  • Steroide zum Muskelaufbau

Wer kann für unser Körperbild verantwortlich gemacht werden?

Unsere Gesellschaft gibt uns eine Reihe an möglichen Anhaltspunkten, die unsere Wahrnehmung positiv oder negativ beeinflussen. Bei unseren Körpern gibt es eine Anzahl an Auslösern, die mal mehr und mal weniger auf uns einwirken.

Das Ideal der heutigen Zeit: Das makellose Aussehen

Wir sind tagtäglich mit Bildern von Menschen konfrontiert die eine perfekte Haut haben, mini kleine Hüften, große Brüste, plumpe Hintern (a la Kardashian oder Beyoncé). Wir sehen sie in der Werbung, auf Plakaten in der Stadt, in Schaufenstern, auf Zeitschriften und in unserem Instagram-Feed.

Doch es sind unrealistische Körperbilder. Es ist größtenteils genetisch gesehen unmöglich, dass wir diese nachahmen können. Genauso sieht es mit 6-Packs und den gerippten Männerkörpern aus, die für viele, ohne eine erhöhte Zufuhr an Steroiden unmöglich zu erreichen sind.

Und trotzdem wird uns tagtäglich dieses unerreichbare Bild des „idealen Menschen“ vor Augen geführt. Uns wird mitgeteilt, dass dieser Idealkörper normal, erstrebenswert und gar erzielbar ist. Wenn wir diesem Ideal nicht gerecht werden, werden wir unglücklich und wütend mit uns selber. Wir werde sauer, weil wir so undiszipliniert sind, wollen uns bestrafen und gelangen in einen Strudel an Negativität.

Die Medien

Die Bilder der Perfektion, die uns in Zeitschriften, Filmen, Social Media und dem Fernsehen gezeigt werden sind eine unrealistische Version der Realität, die uns tagtäglich als erreichbar widergespiegelt wird - wenn wir Sport machen, weniger essen, teure Straffungscremes benutzen oder sogar dem Schönheitsdoc einen Besuch abstatten.

Die Medien sind ein mächtiges Tool, das Sichtweisen und Werte bestärkt und während die Medien vielleicht nicht 100% dafür verantwortlich sind die Standards der physischen Attraktivität zu setzen, machen sie es einem trotzdem super schwer dem starrenden Blick des Idealbilds zu entkommen.

Vorurteil Größe

Ein anderes Problem ist, dass in unserer Gesellschaft verschiedenen Körperformen und Größen nicht toleriert werden und es viele Vorurteile vor unterschiedlichen Körperformen gibt. Dünne, gut gebaute, muskulöse Menschen sind für uns das Sinnbild von hart arbeitenden, erfolgreichen, beliebten, schönen und starken Menschen.

Dicke Menschen sehen wir automatisch als faul, hässlich, schwach, undiszipliniert.

Dick ist keine Beschreibung wie groß oder rothaarig - es ist (in unserer Gesellschaft) eine Beschreibung der Willensstärke, des Charakters einer Person und wir sind dazu konditioniert das Wort dick sofort mit etwas negativem zu verbinden.

Die, die uns am nächsten sind - Familie und Freunde

Wir lernen von anderen Menschen, besonders von denen die uns am nächsten sind.

Freundschaften sind besonders wichtig, wenn es um das Körperbild geht. Uns ist wichtig was unsere Freunde von uns halten. Wir verbringen viel Zeit mit ihnen und entwickeln und teilen Erfahrungen, Werte und Ansichten.

In Klassenzimmern, im Uni Hörsaal und auf Parties kriegt man oft Unterhaltungen und Lästereien über Körper mit: „Ich wünschte ich hätte ihren Bauch.“ „Ich hasse meinen fetten Hintern.“ oder „Sarah hat aber einiges über den Sommer zugenommen“. Diese Gespräche bestätigen unser negatives Körpergefühl. Wir sehen uns in diesen Vergleichen bestätigt.

Wie also können wir ein starkes und positives Körperbild schaffen?

Ein positives Körperbild bekommen wir nur wenn wir uns von diesem gesellschaftlichen Druck lösen, wir erkennen, dass wir tatsächlich tagtäglich angelogen werden und wir zufrieden mit dem werden, was wir sind! Wir müssen verstehen, dass das Wort schön nicht = dem Wort dünn ist und das Schönheit in allen Formen und Größen existiert. Unser Gewicht sagt außerdem reichlich wenig über unseren Charakter oder unsere Intelligenz sein.

Wie wir diesen Punkt der Selbstakzeptanz erreichen ist unterschiedlich und kommt immer auf den individuellen Lebensweg an. Es gibt allerdings ein paar Schritte, die man in die richtige Richtung gehen kann und diese haben wir in unserem tollen Blogbeitrag zur Selbstakzeptanz zusammengefasst: http://www.jourvie.com/blog/10-tipps-fuer-mehr-selbstakzeptanz

Sooooo das wars mal wieder. Bin gespannt, was ihr nächste Woche zu lesen bekommt :D

Ganz liebe Grüße

Eure Sarah <3

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