Return to site

Ich bin wirklich krank!

Über den Mut auch mal auf sich statt auf den Arzt zu hören

Hallo ihr Lieben! Hier eure Sarah! Na, habt ihr mich vermisst? Ich weiß ja nicht wie es euch diesen Winter ging, aber ich war einfach mal quasi dauerhaft krank. Dass ich so lange krank war, ist aber nicht mal so ganz meine Schuld. Wisst ihr wessen Schuld es war? Die Schuld der inkompetenten Ärzte bei denen ich war!!! Ja, auch Ärzte, die einem immer so super qualifiziert und fachmännisch rüberkommen können Fehler machen bzw. ganz schön ignorant sein und weil wir Patienten ihnen blind vertrauen, werden wir manchmal ganz schön an der Nase herumgeführt.

So und hier meine Arztstory die sich etwas streckt, aber ich muss sie einfach mal teilen um euch ein wenig dazu zu motivieren, eure Ärzte etwas zu hinterfragen. Irgendwann im Oktober merkte ich es zwickt und zwackt überall und da ich schon früher ein paar Mal eine Blasenentzündung hatte und ich nun mal wieder ein immer qualvoller werdendes Stechen unter meinem Hüftspeck und beim Pipi machen spürte, wusste ich was sich anbahnte. Doch wir waren gerade in der Klausurenphase also wollte ich echt nicht lange im Sprechzimmer sitzen. Ich dachte mir hey, wenn ich einfach viel Tee trinken, spüle ich das schon raus.

Pustekuchen.

Eine Woche später hatte ich die Schmerzen immer noch und nachdem mir ein Freund erzählte, wie seine Freundin mal wegen einer Blasenentzündung, die sie erst ignoriert hatte, mit dem Krankenwagen abgeholt werden musste und die Ärzte ihr im Krankenhaus mega die Vorwürfe gemacht hatte, warum sie denn nicht früher gekommen sei, beschloss ich doch zum Arzt zu gehen.

Zu meinem Glück war mein üblicher Hausarzt leider gerade im Urlaub also musste ich mir fix einen anderen Arzt raussuchen. Ich ging also zu diesem neuen Arzt, sagte der Sprechstundenhilfe, dass ich womöglich eine Blasenentzündung habe, gab meine Versichertenkarte und eine Urinprobe ab und wollte mich ins Wartezimmer setzen. Im Wartezimmer angekommen, merkte ich allerdings, dass er echt voll war und ich noch eine ganz schön lange Weile warten müsste also beschloss ich, schnell noch ein paar Sachen einzukaufen und mich dann wieder ins Wartezimmer zu setzen. Als ich aber 20 Minuten später wieder bei der Sprechstundenhilfe ankam drückte sie mir einfach nur ein Rezept in die Hand und sagte: "Wunderbar Ihre Werte liegen bei XY, das bedeutet, dass sie eine leichte Blasenentzündung haben, hier Ihr Rezept."

Ich war vollkommen baff. Ist euch das schonmal passiert? Dass ihr beim Arzt wart, vor allem einer, der euch nicht mal kannte und der euch dann nicht untersucht hat und euch trotzdem einfach ein Antibiotikum verschrieben hat? Verrückt oder?

Naja jedenfalls habe ich das Antibiotikum geholt und eingenommen und bin eine Woche später hin um noch eine Urinprobe abzugeben und endlich mal den Arzt zu Gesicht zu bekommen. Ich möchte hier auch noch einwerfen, dass er mir ein sehr leichtes Antibiotikum verschrieben hatte, welches ich nur einen Tag lang nehmen musste. Ich wartete also 45 Minuten in seinem Wartezimmer und war dann keine FÜNF Minuten bei ihm in der Sprechstunde, nur um gesagt zu bekommen: "Wunderbar, da ist zwar noch ein wenig Blut im Urin, doch der Rest sollte von alleine verheilen." Mittlerweile waren schon wieder 2 Wochen verstrichen in denen ich nicht zum Sport gegangen war und mir auch durch das genervt sein über die Krankheitsphase den ein oder anderen Binge und Süßigkeitenanfall erlaubt habe. Das hat meiner Laune natürlich nicht geholfen.

Ein paar Tage später ging es mir wieder ganz katastrophal. Alles tat weh und ich dachte mir ok, die Blasenentzündung ist wohl doch noch nicht weg. Auf einmal hatte ich auch noch ganz tierische Schmerzen Ich gehe mal lieber zu einem kompetenteren Arzt, also ging ich online und suchte mir einen neuen Arzt raus. Um wirklich auf Nummer sicher zu gehen, hatte ich mir zu diesem Zeitpunkt einen Blasen- und Nierentee gekauft und mir in der Apotheke natürliche Kapseln geholt, die einem bei der Heilung helfen sollten.

Ich machte mich auf dem Weg zu Arzt Nummer 2. Es war ein älterer Herr, der eigentlich recht vertrauenswürdig schien. Er untersuchte mich kurz und fragte mich wo es schmerzte. Ich zeigte ihm die Nierengegend und meinte ich vermutete, dass die Blasenentzündung mittlerweile zu einer Nieren-Blasenentzündung geworden sei. Er war allerdings der festen Überzeugung, dass ich etwas Schweres gehoben hätte, denn Nierenentzündungen würden keinen Schmerz bereiten. Bitte was? Das hatte ich ja noch nie gehört und ich war mir auch ganz sicher, dass er unrecht hatte. Außerdem musste ich auch hier eine Pipiprobe abgeben und bei der war anscheinend nichts bei rausgekommen. Sauber. Gesund. Ich konnte meinen Ohren nicht trauen. Doch hey, er ist der Arzt, der Fachmann und als er mich mit den Worten, ich solle mir einfach nur meine Nierengegend etwas einmassieren, nach Hause schickte, war ich zwar etwas misstrauisch, doch ich dachte mir: „Ich glaube mal dem Fachmann.“

Wie ihr es bestimmt ahnen könnt ging es mir auch nach diesem Arztbesuch nicht besser. Ich schleppte mich zwar zur Schule, weil ich ja angeblich krank war und versuchte mir einzureden, dass ich nicht krank sei und ich mir das vielleicht einbilden würde. Doch natürlich klappte das nicht so ganz und als ich mir dann täglich ein paar Ibus reinpfiff um mit den Schmerzen klarzukommen, sagten meine Eltern, dass das nicht mehr so weitergehen konnte. Diesmal suchte ich mir einen Urologen (quasi Pipiarzt) raus und ging gleich am nächsten Morgen hin. Und diesmal achtete ich auch noch sehr darauf, was er für Bewertungen hatte und suchte mir den besten Urologen der Gegend heraus.

Der Urologe war super lieb. Ich musste auch wieder eine Probe abgeben. Als er sich die Probe anschaute, meinte er ganz klar eine fortgeschrittene Blasenentzündung und, dass mir die Nieren weh täten wundere ihn auch nicht und der erste Arzt hätte mir ein viel zu lasches Antibiotikum verschrieben. ENDLICH fühlte ich mich gehört und verstanden! Obwohl dieser Arzt ein mega volles Wartezimmer hatte nahm er sich so richtig Zeit für mich und ich bekam die Bestätigung, die mein Körper mir eigentlich schon die ganze Zeit gegeben hatte.

Lange Rede kurzer Sinn. Was ich damit sagen wollte, vertraut eurem Körper! Er weiß bescheid! Wenn ihr das Gefühl habt, es stimmt mit euch etwas nicht und euer Arzt hilft euch nicht, wechselt den Arzt! Eine Freundin von mir war vor 3 Jahren echt ziemlich magersüchtig und ging zu unserem Klassenlehrer um ihn zu fragen, was er davon halten würde, wenn sie erstmal in eine Klinik gehen würde und er antwortet ernsthaft: „Ihre Noten seien sowieso so schlecht geworden, es wäre total blöd, wenn sie jetzt noch fehlen würde.“ WAS IST DAS DENN FÜR EINE TOTAL BESCHEUERTE ANTWORT? Was für ein inkompetenter Klassenlehrer sagt denn bitte sowas? Wann ist Schule wichtiger als die Gesundheit? NIE! Sie hat aber leider damals auf ihn, als Autoritätsperson, gehört und ist somit immer weiter in ihre Magersucht geschlittert.

Wir haben mit Jourvie schon öfter Seminare mit Müttern von Betroffenen gemacht, die uns immer wieder erzählt haben wie inkompetent und unfreundlich ihre Hausärzte waren. Klar, gibt es da draußen auch ganz tolle Ärzte, wie der Urologe an den ich geraten bin. Ihr solltet aber echt lernen Ärzten nicht blind zu vertrauen, sondern auf euren eigenen Körper zu hören und das Selbstbewusstsein zu haben, einen 2. und vielleicht sogar einen 3. Arzt aufzusuchen, wenn ihr das Gefühl habt, der Arzt würde euch nicht richtig helfen.

Ist euch auch schon etwas Ähnliches passiert? Kennt ihr auch so Geschichten? Schreibt mir doch einfach mal auf sarah.m@jourvie.com und erzählt davon! Ich würde mich super freuen!

Ganz liebe Grüße <3

Eure Sarah

All Posts
×

Almost done…

We just sent you an email. Please click the link in the email to confirm your subscription!

OKSubscriptions powered by Strikingly