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Die Bulimie. Teil 2.

Symptome, Folgen und Fakten.

Hallo, hier die Sarah! Na, wie war deine Woche? Also meine war so richtig toll, denn ich war viel draußen und habe die Sonne genossen :). Erzähl mir doch mal wie es bei dir war unter sarah.m@jourvie.com. Nun geht es weiter mit Teil 2 des Bulimie-Blogs. Falls du den ersten Teil verpasst hast, findest du ihn hier.

Fun Fact:

Vor 1995 gab es keine Fernseher auf den Fiji Inseln. Die Bewohner der Inseln waren damals noch der Meinung, dass eine vollere Figur die schönste Figurform ist. Damals gab es auch keinen einzigen Fall von Essstörung. Doch drei Jahre nach der Einführung des Fernsehers auf den Fiji Inseln wurde eine Umfrage gemacht, bei der herausgestellt wurde, dass 74% der Fiji Teenager der Meinung waren, dass sie „zu dick“ sind und 15% gaben an, sich zu übergeben um ihr Gewicht zu halten. Das westliche Körperbild und somit der Druck dünn zu sein hatten den Inselstaat erreicht und führten dazu, dass die Bewohner der Fiji Inseln ihr Schönheitsideal neu definierten. Ist das nicht traurig? Wie verrückt das einfach ist, dass das Körpergefühl vorher ganz natürlich/ positiv war und schwupps, stehen westliche Merkmale an der Tagesordnung ist das auf einmal super wichtig wie schmal der Körper ist. Da sieht man doch einfach mal was für einer Gehirnwäsche wir jeden Tag unterzogen werden! Rebelliert dagegen!

Was sind Symptome von Bulimie?

Es ist schwer genau zu sagen, warum Menschen Bulimie bekommen. Es können ganz unterschiedliche Auswirkungen sein, die dazu führen. Schuld- und Schamgefühle sind allerdings ganz oben auf der Liste. Jemand der Bulimie hat, genau wie jemand der an Magersucht und anderen Essstörungen leidet, geht sehr streng mit sich selbst und seinen „Schwächen“ um.

Die meisten Menschen sind hin und wieder selbstkritisch, haben dabei aber nicht das Bedürfnis sich für Fehltritte „zu bestrafen“. Menschen mit Bulimie entwickeln dabei mentale und emotionale Störungen. Sie fühlen sich in einer toxischen Beziehung zum Essen gefangen. Häufig fühlen sich die Betroffenen so, als ob sie ein Doppelleben führen. Ein Leben, welches sie der Welt präsentieren und ein geheimes Leben voller Schande.

In einem Moment fühlt es sich so an, als ob Essen der einzige Weg ist Glück zu verspüren, im nächsten fühlt es sich so an als ob das Essen der Auslöser aller Probleme ist.

Anders als Menschen mit Magersucht, die angestrengt versuchen ihr Hungern und ihren dünnen Körper zu verstecken, haben Bulimiker meistens einen „normalgewichtigen“ oder zumindest nicht besonders auffälligen Körper. Aus diesem Grund wird das Problem von außen oft nicht erkannt und es wird wenig Unterstützung geboten.

Erkennen könnte man Menschen mit Bulimie allerdings an folgenden Merkmalen:

  • Depressionen
  • Angstzustände
  • Soziale Isolation
  • Selbsthass oder auffällig häufige negative Kommentare bezüglich des eigenen Körpers

So ganz am Rande von mir, ich habe immer die Packungen meiner Binge-Attacken unter dem Sofa in meinem Zimmer versteckt (warum auch immer?) oder so Sachen gemacht, wie die komplette Schokolade des Adventskalenders von nicht nur mir, sondern meinen Geschwistern am 1. Tag aufzufuttern. Das sind eigentlich ziemlich klare Indizien einer Essstörung, aber so wie Eltern nunmal sind, haben es meine Eltern so gaaaaaar nicht gecheckt und mich immer wieder gefragt, warum ich denn sowas mache und warum ich so egoistisch sei. Kennt ihr das? Jahre später haben sie dann verstanden wie falsch das war und wie sehr ich eigentlich mit diesen Aktionen nach Hilfe geschrien habe. Also, wenn ihr so ein Verhalten bei euren Nächsten beobachtet, es ist nicht böse oder egoistisch gemeint! Diese Person hat ein Problem und braucht Hilfe und vor allem Deine Unterstützung.

Was sind die Folgen der Bulimie?

Wenn du dich übergibst, muss alles durch die Speiseröhre und weil dabei die Magensäure auf unnatürliche Art durch die Speiseröhre katapultiert wird, verursacht dies eine ordentliche Entzündung. Das Essen, welches man dabei auskotzt kann auch auf dem Weg hängen bleiben und eine weitere Entzündung verursachen.

Dabei kann man sogar Risse in der Speiseröhre verursachen, auch bekannt als Mallory-Weiss-Syndrom (googelt das lieber nicht, das ist mega ekelhaft), die dann dazu führen, dass man Blut auskotzt. RICHTIG WIDERLICH oder?

So, und wenn man das ganze nun regelmäßig macht, kann es auch passieren, dass man eine Ösophagitis bekommt. Das ist eine Speiseröhrenentzündung und wenn ihr das mal googelt, seid ihr bestimmt genau wie ich der Meinung, dass Ösophagitis diese Entzündung auf jeden Fall der treffendere Begriff dafür ist. Dieses Öso-Ding kann dauerhafte Schäden verursachen und sogar Speiseröhrenkrebs führen. Außerdem kann es natürlich auch passieren, dass man sich verschluckt oder Speisereste im Hals stecken bleiben.

Stars und Bulimie

Und wie auch bei den Tigerstreifen in meinem letzten Blog, nicht nur wir Normalsterblichen sind davon betroffen! Nein, auch beispielsweise Nicole Scherzinger von den Pussy Cat Dolls oder die Sängerin Demi Lovato sind davon betroffen (gewesen). In einem Interview erzählt Nicole, dass es ihr „dark place“ war und es ihr peinlich war irgendwem davon zu erzählen. Sie fühlte sich, als ob es keiner verstehen würde. Schaut es euch selbst an:

Demi Lovato aß teilweise auf ihren Touren 2 Mahlzeiten die Woche, weil sie einen solch hohen Druck verspürte dünn zu bleiben. Es wurde irgendwann so schlimm, dass sie in eine Klinik eingewiesen wurde. Während ihrer Therapie nahm sie 15 Kilo zu. Sie fragte sich dabei immer und immer wieder, warum sie nicht „normal“ auf die Welt gekommen sei. Es war ein langer schwerer Weg, doch mittlerweile fühlt sie sich tatsächlich wohl in ihrer Haut. Sie war besonders überrascht mit der Anteilnahme der Fans. Viele Fans meldeten sich bei ihr und schrieben ihr, dass Demi ihnen viel Hoffnung gegeben hat und sie ihnen bei der Besserung geholfen hat. Das hat sie sehr mitgenommen und ist laut ihr schöner als jeder Nummer 1 Hit. Schaut euch das Interview doch mal selber an:

Soooo und mit diesen zwei tollen Videos schließe ich für heute ab! Ich hoffe ihr seid jetzt super duper informiert :)

Falls ihr mir schreiben wollt oder einen Kommentar zu diesem Blog habt, könnt ihr das gerne unter sarah.m@jourvie.com tun! Ich freu mich auf eure Messages!

Bis bald <3 <3 <3

Sarah

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